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Schwermetallbelastungen

Schwermetallbelastungen

Schwermetalle im Hausstaub gemessen aus Staubsaugerbeuteln

Schwermetalle und ihre Verbindungen können über verschiedene Wege in den Staub der Innenraumluft gelangen. Zum einen wird die Raumluft durch Stäube belastet, die z.B. bei Schleif- und Sägearbeiten oder durch unvermeidbaren Abrieb von Gebrauchsgegenständen wie Teppichböden freigesetzt werden. Auch Asche- und Schlackeschüttungen in Zwischendecken von Altbauwohnungen sind eine mögliche Quelle.

Zum anderen muss hier das Ausgasen einiger Spezies genannt werden, die in Anstrichen oder Holzschutzmitteln verwendet werden. Dabei handelt es sich v.a. um organische Verbindungen von Quecksilber, Arsen, Blei und Zinn. Diese werden teilweise an Staubpartikeln adsorbiert und führen so zu einer latenten Gesundheitsgefährdung.

Schwermetalle rufen verschiedenste Krankheitssymptome hervor. Deshalb ist es geradezu unmöglich, aufgrund von Krankheitssymptomen auf die Belastung durch ein bestimmtes Element zu schließen. Es ist vielmehr sinnvoll, mittel einer Hausstaubuntersuchung die konkrete Belastungssituation durch die Innenraumsituation zu ermitteln.

Bei Arsen werden Nervenleiden, Schwäche, Blutarmut und Hautentzündungen als Symptome genannt. Für Blei gelten Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Nervosität und Kopfschmerzen als Anzeichen einer Belastung. Bei erhöhter Cadmiumaufnahme sind Leber- und Nierenschädigungen sowie Knochenveränderungen zu nennen. Quecksilber schädigt das Immunsystem und führt zu Kopfschmerzen sowie Hautreizungen. Die anderen Elemente können ebenfalls zu gesundheitlichen Belastungen führen. Die Elemente Nickel, Cobalt und Chrom gelten beispielsweise als Allergieauslöser. Bei den Elemente Arsen, Blei, Chrom, Cadmium, Cobalt, Nickel, Quecksilber gibt es Spezies die als carzinogen, mutagen und/oder teratorgen gelten.

Nachstehend finden Sie eine Liste der möglichen Quellen für Schwermetalle:

Aluminium

Elektronische Bauteile, Haushaltsprodukte (Töpfe, Wasserkessel, Folie...)

Arsen

Holzschutz (Bollidensalze), Farbpigment, Metalllegierung, Lötkolben, Bakterizid in PVC, Halbleiter

Blei

Farbpigment, Spiegel, Stabilisator und Biozid in Polymeren, Bleirohre, Stabilisator in PVC, Trockenstoff in
Lacken, Rostschutzfarbe, Dachabdeckungen, Kabelummantelungen

Cadmium

Pigmente für Kunststoffe, Farben, Emaille, Weichmacher in Kunststoffen, Rostschutz- Überzug, Batterien,
Legierungen, Photozellen, Zigarettenrauch, Stabilisator in PVC

Chrom

Farbpigmente, Fixieren von Holzimprägnierung, Korrosionsschutz, Pigmente in Tapeten, Gerbstoff, Legierungen, Pigment in der Bauindustrie, Tonbänder

Kupfer

Holzschutzmittel, Bakterizid in Teppichen, Fungizid, Farbpigment, Saatgutbeizmittel, Schutz vor Mikroorganismen in Textilien, Elektroindustrie, Dachdeckungen, Wasserleitungen

Nickel

Batterien, Textildruck, keramische Farben und Glasuren, Pigmente in Kunststoffen und Lacken sowie
Fassadenanstrichen, vernickelte Graphitfasern in Belägen/Beschichtungen

Quecksilber

Thermometer, Barometer, Quecksilberdampflampen, Trockenbatterien, Bakterizid und Fungizid, z.B. in
Lacken und Farben, Insektizid in Anstrichen, Fungizid in Kunststoffen, Energiesparlampen

Zink

Galvanische Elemente Textilbeize für Farbstoffe, Flammschutzmittel, Pigmente, Fungizid zur Holz- und
Kunststoffkonservierung, Grundierung und Spachtelmasse, Bautenschutzanstriche, PVC-Stabilisator,
Lüftungskanäle, Leuchtstoff in Bildröhren.

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